null.gif Startseite
null.gif Aktuelles
null.gif Termine
null.gif Über unsEin- oder Ausklappen
null.gif Willkommen
null.gif Kontakt
null.gif Schulleitungsteam
null.gif Kollegium
null.gif Klassen
null.gif ImpressionenEin- oder Ausklappen
null.gif Tag der offenen Tür
null.gif Schule
null.gif Bundesjugendspiele
null.gif Schulfest
null.gif HipHop-Workshop
null.gif Impressum
null.gif InformationenEin- oder Ausklappen
null.gif zur Musikklasse
null.gif OberstufeEin- oder Ausklappen
null.gif Anmeldung 11
null.gif Laufbahninformationen
null.gif Beratungslehrer
null.gif Klausurtermine
null.gif Schulprogramm
null.gif Kooperationen
null.gif Geschichte
null.gif Elternbriefe
null.gif leben.
null.gif Ganztag
null.gif Mittagsangebot
null.gif Beratung
null.gif Eltern
null.gif lernen.
null.gif Fächer
null.gif Kursangebot
null.gif Sprachwahl
null.gif Förderkonzept
null.gif Projekte
null.gif gestalten.
null.gif AGs
null.gif SV
null.gif Kultur
null.gif Jahrbuch
null.gif Förderverein
null.gif Gästebuch
null.gif Ehemalige
null.gif Elternforum

Schimpfe für Schwangere

Sophie Blöcker, Nadine Kadura und Karina Sauer aus der 8d haben bei ZEUS eine Reportage über jugendliche Schwangere gemacht. Sie haben sich mit Kissen unterm T-Shirt auf die Kettwiger Straße gewagt, um die Reaktionen Passanten zu testen. Über den Zeitungsartikel ist der TV-Sender sat1 auf sie aufmerksam geworden und hat mit den Dreien einen Fernsehbeitrag gedreht, in dem sie zunächst in der Schule über ihre Reportage interviewt wurden. Anschließend fuhr das TV-Team mit ihnen in die Innenstadt und hat die Aktion mit den 14-jährigen "Schwangeren" nachgestellt. Die Sendung wurde am 08. Mai  bei sat1 ausgestrahlt.



Hier noch der ZEUS-Text, wie er in der NRZ erschienen ist:

 

Schimpfe für Schwangere

 

Lautes Geschrei, Windeln wechseln und regelmäßiges Füttern – Sachen, mit denen Erwachsene schon teils überfordert sind. Doch wie kommt eine 14jährige Mutter damit klar?

Manche schaffen es nicht, andere mit großem Erfolg, doch wie tolerant sind wir Deutschen in dieser Beziehung?

Wir haben uns für einen Tag, als Schwangere verkleidet, auf die Essener Straßen getraut mit mehr oder weniger erstaunlichen Ergebnissen.

Wir haben festgestellt, dass nur ein kleiner Bruchteil der Leute gar nicht reagiert hat. Die meisten haben verblüfft oder sogar geschockt geguckt. Viele haben uns sogar tuschelnd hinterher geschaut. Doch es gab auch sehr positive Reaktionen. Leute, die uns Glück gewünscht haben und uns gratulierten.

Insgesamt war es sehr merkwürdig, doch auch lustig zu sehen, wer wie reagiert.

Besonders ältere Leute zeigten sich unverhohlen schockiert, starrten uns mit großen Augen an und empörten sich über uns junge Schwangere. Doch die härteste Reaktion bekamen wir bei ausländischen, meist muslimischen Menschen zu spüren. Ganz offensichtlich fanden sie unsere Schwangerschaft und den Akt davor als riesengroße Schande. Wenn Blicke töten könnten: diese Blicke hätten es zweifelsohne getan.

Bei unserem Spaziergang durch die Essener Innenstadt befragten wir 50 Passanten über ihre Meinung in Sachen „minderjährige Mütter“. Tatsächlich sagten zwei Drittel der Befragten, dass Teenies nicht in der Lage seinen, sich vernünftig um ihre Kinder zu kümmern – ab finanziell wie auch emotional. Dabei fiel auf, dass die Leute wenig Mitleid für die Mütter hegten. Eine Passantin meinte: „Wer Sex machen kann, muss auch verhüten können.“ Viel eher hatten die Befragten Angst um die Erziehung der Kinder. Sogar „Schlampe“ wurde uns hinterher gerufen.

Doch um die Deutschen nicht ganz so intolerant erscheinen zu lassen, müssen wir auch erwähnen, dass ein Drittel der Befragten positiv auf die gespielte Schwangerschaft reagierten. Sie meinten, sie hätten rein gar nichts dagegen, allerdings käme es auch auf das soziale Umfeld der Mutter an. Auf unsre Frage: „Was halten sie von minderjährigen Müttern?“ antwortete eine 21-Jährige: „Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, es gibt aber solche und solche. Manche packen’s, manche nicht. Ich habe eine Freundin, die kommt gar nicht klar damit. Ihr Kopf ist immer schon auf der nächsten Party anstatt bei ihrem Kind. Eine andere ist aber eine klasse Mum. Die Eltern haben aber auch eine Mitschuld: Man muss sein Kind richtig aufklären und über Verhütungsmittel reden, für so was gibt’s die Pille danach.“

Ihrer Meinung waren auch viele andere.

Eine besonders nette Aussage bekamen wir von einer 30-jährigen deutschen Frau, die sogar meinte, dass Jugendliche oft bessere Mütter seien als Erwachsene.

Insgesamt sind wir der Ansicht, dass Jugendliche ihre Freizeit genießen sollten. Wir sagen nicht, dass sie nicht in der Lage wären, ein Kind zu erziehen. Wir meinen eher, dass sie auf Partys gehen und sich mit Freuden treffen sollten. Dass sie eben erstmal nur Verantwortung für sich selbst haben und nicht noch für ein kleines Kind.

 

Sophie Blöcker, Nadine Kadura, Karina Sauer, Klasse 8d, Gymnasium Nord-Ost

Druckoptimierte Version  Artikel einem Freund empfehlen

Zurück ]

Publiziert am: Dienstag, 12. Mai 2009 (1292 mal gelesen)
Copyright © by GanzTagsGymnasiumEssenNordOst - GTGENO


Gymnasium Essen Nord-Ost, Katzenbruchstraße 79, 45141 Essen Tel.: 0201/ 8321530 Fax: 0201/ 8321531
E-Mail:geno.essen@t-online.de