Vorab-Info: Fächerangebot
Sprachliches Aufgabenfeld
- Deutsch, Englisch, Französisch Lateinisch und Spanisch
Künstlerische Fächer
- Musik und Kunst
Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich
- Geschichte, Erdkunde, Politik/Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie
Naturwissenschaftliches Aufgabenfeld
- Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik
Sonstige Fächer
- Religion und Sport
Zusätzliche Angebote
Außerdem werden Förderunterricht, Silentium (Gelegenheit zum Bearbeiten
von Hausaufgaben) und die sog. Neigungsgruppen (z.B. Theater-NG,
Fahrradwerkstatt, Netzwerk-Gruppe und Spielepavillon) angeboten, um die
Fähigkeiten der Schüler weiter zu fördern.
Aber wir wollen noch mehr...
- Unterrichten/erziehen und dabei die sozialen Umstände berücksichtigen, unter denen unsere SchülerInnen aufwachsen und erwachsen werden.
- Sie zu der Erkenntnis führen, welche besonderen Chancen die gymnasiale Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung und die spätere berufliche Ausbildung bietet. Ihnen verdeutlichen, dass gymnasiale Bildung den Anspruch erhebt, umfassendes und gründliches Wissen sowie grundlegende methodische Fertigkeiten zu erwerben.
- Jugendliche sensibel machen für die Chancen, die soziale und kulturelle Vielfalt in einer Schulgemeinde bietet.
- Jugendliche darauf kommen lassen, dass Lernen zufrieden machen kann - auch wenn es anstrengt - , dass Disziplin, Arbeitsbereitschaft und Anstrengung Voraussetzungen für Lernerfolge sind (und dass Unterrichtsteilnahme sowie aktive Mitgestaltung des Unterrichts zu den elementaren Schülerpflichten gehören).
- Leistungen von ihnen fordern und Erfolgserlebnisse vermitteln.
- Jugendliche begleiten, beraten und betreuen, ihnen Orientierung geben, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft finden und sensibel werden für die Einstellungen und Bedürfnisse anderer.
- Jugendliche nach ihren individuellen Fähigkeiten und Schwierigkeiten fördern und konflikt- sowie teamfähig machen, damit sich Werte wie Kreativität, Sprache, Kommunikation und Medienkompetenz entwickeln.
- Gelegenheiten bieten, damit sich die Schüler selbst erleben, Verantwortung entwickeln und Grenzerfahrungen machen können: Im Sport, bei Klassenfahrten, Theateraufführungen, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie vor allem in den Neigungsgruppen des Ganztag-Freizeitangebotes.
Kapitel 1: Vorwort
Mit dem Schulprogramm 2001 präsentiert das Gymnasium Essen Nord-Ost in
der 2. Fassung sein individuelles pädagogisches Konzept als Anstoß für
ein Schulprofil. Dieses erhält auf Basis der Richtlinien und Lehrpläne
sowie unter Berücksichtigung der Bedingungen der Lehrer- und
Schülerschaft und des Schulstandortes seinen unverwechselbaren
Charakter auch dadurch, dass bewährte gewachsene Strukturen
beibehalten, fortgeführt und um solche Zielvorstellungen ergänzt
werden, die den besonderen gestalterischen Freiraum eines
Ganztagsgymnasiums zu pädagogischen Innovationen nutzen.
Seit der Erstfassung von 1997 haben sich manche Aspekte unseres
Schulprogramms zu profilbildenden "Bausteinen" entwickelt und
stabilisiert, andere mussten aus der Distanz von vier Jahren und einer
permanenten Evaluation korrigiert oder anders akzentuiert bzw. ergänzt
werden. Dabei hat sich bestätigt, dass die Schule eine Stätte der pädagogischen Weiterentwicklung und des bewussten und zielorientierten pädagogischen Handelns
ist und dass die für die Erziehung und den Unterricht Verantwortlichen
sich der Herausforderung zu stellen haben, in einer sich verändernden
Gesellschaft Unterricht und Schulleben stets neu zu gestalten sowie die
Schüler auf ihre Doppelrolle als Betroffene und Einflussnehmende im
Prozess gesellschaftlicher Veränderungen vorzubereiten.
Damit der Prozess der Schulprogrammarbeit auch weiterhin Vitalität und
Kontinuität entwickelt, wird es nötig sein, dass die aktiven Kräfte der
Schule sich für eine Umsetzung der Ziele einsetzen und an deren
kontinuierlicher Evaluation und Neubestimmung mitwirken.
Kapitel 2: Zur Situation der Schule
Das 1968 gegründete Gymnasium Essen Nord-Ost hat seit 1976 viele
Abiturienten mit der Qualifikation der Allgemeinen Hochschulreife
entlassen und damit von Beginn an in den Stadtteilen seines
Einzugsbereiches, wo das Angebot eines weiteren Gymnasiums für mehr
Chancengleichheit sorgen sollte, einen wichtigen Bildungsauftrag
erfüllt. Somit galt es von Anfang an, durch enge Kontakte mit den
Grundschulen und den Eltern den leistungsfähigen und leistungswilligen
Mädchen und Jungen einen erfolgreichen Besuch unseres Gymnasiums zu
ermöglichen.
Als Gymnasium i.E. (im Entstehen) konnte die Schule ihre ganze
Aufmerksamkeit der intensiven Betreuung der jüngeren Jahrgänge widmen.
Damit wurde eine pädagogische Tradition begründet, die nach dem
Erreichen der Vollzügigkeit ausgeweitet wurde. Diese Entwicklung hat
das Bild von "Nord-Ost" als eine integrativen Schule bereits früh geprägt.
Im Schuljahr 1991/92 wurde mit der Stufe 5 die Ganztagsbetreuung aufgenommen. Dem einzigen Essener Ganztagsgymnasium in öffentlicher Trägerschaft
haben sich - wie noch darzustellen sein wird - eine Vielzahl neuer
Chancen eröffnet. Ferner war und ist die Organisation des
Ganztagsbetriebes nicht ohne eine verstärkte Öffnung der Schule nach
außen zu leisten.Über den Unterricht hinaus prägen zahlreiche
Veranstaltungen und Unternehmungen das Profil unserer Schule ganz
wesentlich mit. Lehrer, Schüler und Eltern wirken hier in kooperativem
Geist zusammen und haben gelernt, dass produktives Handeln auch
kommunikatives Aufeinanderzugehen voraussetzt.
Als Leitlinien unseres Gymnasiums gelten folgende Eigenschaften, die zugleich "Bausteine" unserer pädagogischen Arbeit sind:
ganztägig |
integrativ |
kommunikativ |
kooperativ |
offen |
Die Fokussierung dieser Leitlinien und damit die Profilbildung unserer
Schule erfolgt auf verschiedenen Ebenen schulischen Wirkens:
- Pädagogische Grundsätze der Erziehungsarbeit
- Unterrichtsverpflichtungen und Unterrichtsangebote
- Freizeit- und Förderangebote am Nachmittag
- Beratung und Betreuung
- Konzepte zur Gestaltung des Schullebens ...
- ...und zur Öffnung nach außen
Kapitel 3: Pädagogische Grundorientierung
Die Umsetzung der im Vorwort skizzierten Leitlinien unseres schulischen
Handelns setzt sich die Herausbildung einer mündigen Persönlichkeit zum
Ziel. Sie sollte sich durch folgende Merkmale kennzeichnen lassen:
- Leistungsbereitschaft und das Vermögen, Leistungen zu vollbringen
- Fähigkeit, Schwierigkeiten zu erkennen und zu meistern
- Befähigung zu methodisch systematischem Handeln
- Organisations- und Teamfähigkeit (soziales Handeln)
- Achtung vor den Mitmenschen und Verantwortung für die Umwelt
Die Entwicklung zu einer mündigen Persönlichkeit ist als vorrangiges, ganzheitliches
Erziehungsziel unserer Schule zu verstehen, das auf der Grundlage einer
systematischen Wissensvermittlung die Entwicklung von Urteils- und
Handlungsfähigkeit zur Herausbildung eines individuellen Selbst- und
Weltverständnisses verfolgt. Dabei kommt der Wissenschaftsorientierung,
d.h. der Erziehung zur Sachbezogenheit, Genauigkeit, Konzentration,
Ausdauer, Motivation, Neugier und Kooperationsfähigkeit, eine ebenso
große Bedeutung zu, wie der Schülerorientierung, d.h. dem Bemühen um Anpassung an den Entwicklungsstand und an die Lernbedürfnisse der Schüler.
Indem vielfältige Fachbereiche durchdrungen und Kenntnisse sowie
methodische Fertigkeiten erworben werden, soll die Bewältigung der
Lebenswirklichkeit ermöglicht werden.
Für das Gymnasium bedeutet dies die konsequente Verwirklichung des
Leistungsprinzips unter Beachtung eines ausgewogenen Verhältnisses von
Leistungsanforderung und gezielter Förderung. Darunter ist unter
anderem zu verstehen:
- die Entfaltung und Förderung der individuellen Leistungsfähigkeit der Schüler
- die Schaffung eines positiven Lernklimas in der Einstellung zur Leistung und Leistungsüberprüfung
- die Anerkennung des prozesshaften Charakters von Lernen und Leistung neben dem punktuellen Erfolg
- eine kontinuierliche Überprüfung des Lernerfolges
Die
gründliche Beschäftigung mit unterschiedlichen Lerninhalten soll
Sachkompetenzen aufbauen, die bei der Fächerwahl (schulintern) und der
Studium- und Berufswahl die jeweilige Entscheidung sicherer macht. Zu
deren Vorbereitung dient auch die umfassende Information und Beratung in allen Stufen unseres Gymnasiums.
So bemühen wir uns zum Beispiel um einen sanften Übergang von der
Grundschule zum Gymnasium. Wir informieren und beraten die Eltern schon
im 4. Schuljahr, laden die aufgenommenen Kinder zum Kennenlernen ihrer
neuen Schule ein und stehen mit den Kolleginnen und Kollegen der
Grundschulen in der Folgezeit im ständigen Meinungsaustausch über die
Entwicklung der Kinder.
Ein weiterer elementarer pädagogischer Grundsatz und Schwerpunkt unseres Schulprofils liegt in der Betreuung,
die einerseits in der allen Schülern zuteil wird. Darüber hinaus werden
auch solche Schüler betreut, die möglicherweise einer besonderen
Aufmerksamkeit bedürfen. Als Beispiele seien genannt:
- Körperbehinderte Schülerinnen und Schüler,
für deren Integration in den normalen Schul- und Unterrichtsbetrieb am Gymnasium Essen Nord-Ost besonders günstige räumliche und personelle Voraussetzungen bestehen (Fahrstuhl, behindertengerechte Toiletten und Duschen, Schultische für Rollstuhlfahrer einerseits und andererseits ein Zivildienstleistender, der Hilfestellung geben kann). Auch die psychologischen Voraussetzungen sind günstig, da die Mehrheit der Lehrer und der Schülerschaft langjährige positive Erfahrungen mit Körperbehinderten gemacht hat. - Schüler, die Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen,
so dass eine pädagogische Trainingsmaßnahme geboten erscheint. Hierfür hat die Schule eine Konzept entwickelt, das im 5. Kapitel vorgestellt wird. - Besonders begabte Schülerinnen und Schüler,
die zusätzliche Lernangebote nutzen wollen oder an eine Schulzeitverkürzung denken. Die Schule prüft von Fall zu Fall, inwieweit besonders begabte Schüler gezielt gefördert werden können. Bei uns bestehen über die Projektgruppen im Ganztagsbereich, über Wettbewerbsteilnahme und durch die Übernahme von Leitungsfunktionen gute Möglichkeiten, die Persönlichkeitsentwicklung der engagierten und begabten Schülerinnen und Schüler zu fördern. - Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher ethnischer Herkunft
fühlen sich seit über 20 Jahren wegen der freundschaftlichen und gewaltfreien Atmosphäre am Nord-Ost Gymnasium wohl, sind weitgehend konfliktfrei in die Klassen und Kurse integriert und tragen zum multikulturellen Charakter unserer Schule bei. - Realschüler,
welche die gymnasiale Oberstufe unseres Gymnasiums besuchen und um deren Integration in die Stufe 11 sich die Schule durch besondere Unterrichtsangebote bemüht. - Gleichstellung von Mädchen und Jungen
Mädchen- und Jungenförderung bedeutet für uns, die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Einstellungen von Mädchen u. Jungen zu erkennen, zu respektieren und durch Wahl der Unterrichtsthemen und -methoden zu berücksichtigen. Dabei soll das Selbstwertgefühl der Geschlechtergruppen ebenso gestärkt werden wie der vorurteilsfreie Umgang untereinander. An manchen Stellen können Unterrichtsvorhaben zeitlich begrenzt nach Geschlechtern getrennt organisiert werden, zum Beispiel in Phasen der Sexualerziehung oder bei Fragen zur Identitätsfindung und Selbstbehauptung.
Weitere
Angebote ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit der Universität Essen
(schulbegleitendes "Schnupperstudium" für SchülerInnen in
naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen) sowie im
Neigungsgruppenbereich und in der Differenzierung 9/10.
Kapitel 4: Wie wir lernen
Bei der unterrichtlichen Umsetzung dieser Ziele zur Entwicklung einer
mündigen Persönlichkeit lassen sich mehrere Aktionsfelder
unterscheiden:
- Laufbahnen und Abschlüsse
- Der herkömmliche Unterrichtsbetrieb
- Ganztagsbetreuung: Zusatzunterricht, Förderunterricht und Freizeitangebote
- Wettbewerbe und Projektarbeiten
Inhalte
und Ziele der Unterrichtsarbeit richten sich nach den jeweiligen
Fachrichtlinien und Fachkonferenzbeschlüssen, die in den
Anstaltslehrplänen (= Stoffplänen) der einzelnen Fächer ihren
Niederschlag gefunden haben. Diese realisieren sich in einer für das
Gymnasium typischen Stufengliederung:
Sekundarstufe 1 (Sek. I)
- Klasse 5 und 6: Erprobungsstufe (1. Fremdsprache: Englisch)
- Klasse 7 und 8: 2. Fremdsprache in Klasse 7 (Latein oder Französisch) sowie ein erweitertes Fächerangebot in den Natur- und Gesellschaftswissenschaften
- Klasse 9 und 10: 3 bis 4 Stunden im Wahlpflichtbereich (= Differenzierung), z.B. 3. Fremdsprache, Informatik, u.a.
Sekundarstufe 2 (Sek. II)
Gymnasiale Oberstufe mit einem System aus Grund- und Leistungskursen,
die über die Angleichungsphase in der Stufe 11 zur Qualifikationsphase
in den Stufen 12/13 und zum Abitur führen.
In jeder Stufe wird der Unterricht auf eine ausgewogene Gewichtung zwischen Fördern und Fordern
zu achten haben. Aber auch unser Gymnasium kann - trotz aller
Bemühungen - nicht allen Schülern einen erfolgreichen Abschluss
versprechen.
Laufbahnprofil - Sekundarstufe I und II
Am Ende der Stufe 11 und 12 kann jeweils der schulische Teil der Fachhochschulreife
zuerkannt werden. Dem Ganztagsgymnasium stehen zusätzlich zur
Unterrichtstafel Unterrichtsstunden zur Verfügung, die wie folgt
genutzt werden:
- In den 5. Klassen verfügen die Klassenlehrer über eine Beratungsstunde.
- In den schriftlichen Fächern wird in den Klassen 5, 6 und 7/1 eine zusätzliche Stunde als "Aufgaben-Betreuungsstunde" in den Stundenplan aufgenommen. In ihr sollen Aufgaben unter Anleitung des Fachlehrers erledigt und insbesondere die selbstständige Arbeitsweise im schriftlichen Bereich geübt werden. Im Halbjahr 7/2 werden an Nachmittagen Workshops angeboten.
- Von Klasse 8 bis 10 erhalten die schriftlichen Fächer jeweils einen Zuschlag von insgesamt 2 Stunden, die als sog. "Plusstunden" auf die Halbjahre verteilt werden und insbesondere dem erhöhten Zeitaufwand für Projektarbeit, der Schließung von stofflichen Lücken sowie der methodischen Schulung zu Gute kommen sollen.
Lehrpläne
Grundlage der Unterrichtsgestaltung - der Stoffauswahl, der
Lernzielorientierung, der Anforderungen und der Leistungsmessung - sind
die Fachrichtlinien, die in den Fachkonferenzen kontinuierlich beraten werden und deren Vorgaben sich in den Anstaltslehrplänen
wiederfinden. Diese regeln zum Beispiel, welche Qualifikationen Schüler
am Ende der 10. Klasse oder im Abitur erreicht haben müssen, welche
Lerninhalte und welche methodischen Schritte dazu im Unterricht
vermittelt und welche Klassenarbeitsanforderungen gestellt werden.
Für das Fach Deutsch ist beispielsweise vereinbart, dass bis zum Ende
der 10. Klasse unter anderem eine Textanalyse verfasst werden muss,
dass Textbeispiele der drei Gattungen (Drama, Epik, Lyrik) besprochen
und deren Strukturmerkmale bekannt sein müssen.
Auch zur Vorbereitung und Ausführung der Parallelarbeiten
in den Klassen 7 und 10 sowie 11 und 12 bieten die Lehrpläne
verbindliche Vorgaben, die der Vergleichbarkeit von Lernstandards und
Qualifikationen dienen.
Unterricht von 8.00 bis 16.00 Uhr
Der Fachunterricht
wird auch an unserem Ganztagsgymnasium hauptsächlich in den
Vormittagsstunden erteilt. Die zusätzlichen Ganztagsstunden
(Aufgabenbetreuung, Förderung, Neigungsgruppen, Projekte) steigern das
Angebot auf die 8. und 9. Stunde an vier Nachmittagen. Die 7. Stunde
ist als Mittagspause frei von Unterrichtsverpflichtungen. Die Schüler
können ihr Mittagessen einnehmen (im Pädagogischen Zentrum zwischen
13.30 und 14.00 Uhr) oder ihre Freizeit anderweitig nutzen.
So steht ihnen beispielsweise der Schulhof mit Tischtennisplätzen,
einer Basketballanlage und großer Grünfläche (ideal für Fußball) zur
Verfügung. Im Spielepavillon können Gesellschaftsspiele ausgeliehen
oder direkt vor Ort ausprobiert werden. Außerdem bietet die Sek.
I-Bibliothek die Möglichkeit, sich auszuruhen oder ein gutes Buch zu
lesen, das bei Gefallen auch ausgeliehen werden kann.
Das sog. 3-2-1-System kennzeichnet die Staffelung der verpflichtenden Nachmittagsveranstaltungen in den Stufen 5/6 (drei Nachmittage), 7/8 (zwei Nachmittage) und 9/10 (ein Nachmittag).
Ein Stundenplan der 5. und 6. Klasse zeigt folgende Strukturelemente:
Die Stundenzahl der schriftlichen Fächer liegt bei 6 Stunden (D., E.,
M.). Sie nimmt in den späteren Klassenstufen in dem Maße ab, wie neue
Fächer hinzukommen, unter anderem in der 7. Klasse die 2. Fremdsprache
und in der 9. Klasse das Differenzierungsangebot, einschließlich der 3.
Fremdsprache. Andere Fächer (z.B. im musischen oder
naturwissenschaftlichen Bereich) wechseln von Schuljahr zu Schuljahr.
Ein wesentliches Element der Ganztagsbetreuung ist die sog. "pädagogische Klammer", die unter anderem im Klassenlehrerblock
(6., 8. und 9. Std.) in den Klassen 5 und 6 und in der Beteiligung der
Schüler an Gemeinschaftsaufgaben zum Ausdruck kommt. Für solche Gemeinschaftsaufgaben
(z.B. Hilfe in der Mensa, Spiele-Ausgabe, Schüler-Café, SHS) eröffnet
der Ganztagsbetrieb besondere Chancen; er leistet damit einen
entscheidenden Beitrag bei der Erziehung zu sozialem Handeln.
Grundfertigkeiten und Leistungsanforderungen
Grundfertigkeiten
Der seit vielen Jahren wahrnehmbare Rückgang der Beherrschung von
Grundfertigkeiten in den Bereichen "Rechnen-Schreiben-Lesen" zwingt das
Gymnasium zu gegensteuernden Maßnahmen, zumal an Schüler und
Schulabsolventen außerhalb der Schule kompromisslos hohe Anforderungen
an sprachliche Richtigkeit, Lese- und Rechenkompetenz gestellt werden,
wie dies etwa Einstellungstests beweisen. Das nachdrückliche
Thematisieren, Üben und Korrigieren der entsprechenden Kompetenzen -
auch gemäß der Rechtschreibreform von 1997 - sowie die angemessene
Benotung bieten der Schule geeignete Handhabungen.
Eine formklare, gut lesbare Handschrift, die sorgfältige Umgehensweise mit Unterrichtsmaterialien und die Bereitschaft zu gründlicher Arbeit bei Hausaufgaben sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, die aber ebenso wie Disziplin, Pünktlichkeit und Ordnung heute stärker als in der Vergangenheit in der Schule immer wieder neu eingefordert werden müssen.
Dass manche Lernerfolge und Misserfolge auf der Ebene der Bereitschaft
oder Verweigerung solcher Grundfertigkeiten entschieden werden, muss
den Schülerinnen und Schülern von Klasse 5 an verdeutlicht werden. Auch
ein Ganztagsgymnasium kann auf das Anfertigen von Hausaufgaben nicht
verzichten. Diese nehmen im Umfang in dem Maße zu, wie die
Präsenspflicht an den Nachmittagen abnimmt (siehe 3-2-1-System in
Kapitel 4.).
Als weitere Grundfertigkeit bildet sich die sog. "Kommunikationsfähigkeit" heraus, welche vor allem die schriftliche Darstellungsfähigkeit umfasst, die in Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Klausuren abverlangt wird. Auch die mündliche Darstellungsfähigkeit von Inhalten, Argumenten und Interessen vor einem Publikum und in Gesprächsgruppen gehört mit dazu.
Die Förderung dieser Kompetenz wird nicht nur kontinuierlich im
Unterricht betrieben, sondern in bestimmten Laufbahnabschnitten mit
besonderem Nachdruck.
Hier wären als Beispiel die "Methodentage" in Stufe 11 zu erwähnen, die zur Festigung von methodischen Standards des Oberstufenunterrichts durchgeführt werden und die Belange verschiedener Fachrichtungen berücksichtigen.
Die richtige Organisation des Lernens
stellt eine Lernleistung dar, die aufbauend trainiert werden muss,
damit in den höheren Klassen zunehmend die stufengemäße
Selbstständigkeit des Lernens und Arbeitens erreicht werden kann.
Neben diesen Lernleistungen, die der individuellen Entwicklung zur
Selbstständigkeit und Lernverantwortung dienen und ohne die letzten
Endes kein Lernerfolg erzielt werden kann, erwarten wir von unseren
Schülern soziale Lernleistungen,
die sich in den Umgangsformen, im Teamverhalten und im
Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft und die Umwelt (also auch das
Schulumfeld) äußern und an unserem Gymnasium durch eine Reihe von
Gemeinschaftsaufgaben (z.B. Ordnungsdienst für die Sauberkeit,
"Catering"-Gruppe) sowie bei Schulveranstaltungen und Klassenfahrten
konkret umgesetzt werden.
Leistungsanforderungen und Leistungsüberprüfung
Eine Konsensbildung über Anforderungen und Leistungsstandards ist im
Bereich der fachbezogenen Leistungsüberprüfung ebenso erforderlich wie
eine Verständigung über die Grundfertigkeiten und deren Einforderung.
Die Konsensbildung erfolgt im Wesentlichen in den Fachkonferenzen, wo auch Eltern- und Schülervertreter an den Beratungen über die Vorgaben, welche die Richtlinien machen, beteiligt sind.
Ein Grundsatz der Leistungsüberprüfung ist - nicht nur in der Oberstufe
- die angemessene Gewichtung der sonstigen Mitarbeit, die durch aktive
Teilnahme am Unterricht sowie durch sonstige Formen der Mitarbeit und
Leistungserbringung (Referat, Vortrag, Vorlesen von Hausaufgaben,
partielle Übernahme der Unterrichtsvorbereitung, Stoffwiederholung,
usw.) gekennzeichnet und in den nicht-schriftlichen Fächern alleinige
Basis der Leistungsbeurteilung ist.
In den Klassen der Stufen 7 und 10 werden Parallelarbeiten
geschrieben, in den Stufen 11 bzw. 12 abgesprochene Klausuren bzw.
Parallelklausuren, und zwar nach vorheriger Absprache der Fachlehrer
über Unterrichtsinhalte, Vorbereitung und Aufgabenstellung. Die
Korrekturen werden zwischen den Fachlehrern verglichen und besprochen -
gemäß der Zielvorstellung der Bezirksregierung, Vergleichs- oder
Parallelarbeiten als Instrumente der Standardisierung und Sicherung von Lernqualität einzusetzen.
In der Oberstufe werden pro Halbjahr in den Pflichtfächern (D., FS., M.) sowie in weiteren Fächern je zwei Klausuren geschrieben. Dauer und Anforderungen der Klausuren steigern sich bis zum Abitur. In der Abiturprüfung
schreiben die Schülerinnen und Schüler zwei Leistungskursklausuren
(4.25 Std.) und eine Grundkursklausur (3 Std.). In einem 4. Fach legen
sie eine mündliche Prüfung ab.
Als weitere Möglichkeiten zum Leistungsnachweis sind in der Oberstufe seit neuestem die Facharbeit (in Stufe 12.2 statt einer Klausur) und die besondere Lernleistung
(als Teil der Abiturleistung) vorgesehen. Es entspricht der
Grundorientierung unseres Gymnasiums, dass die auf die Studierfähigkeit
bezogenen Fertigkeiten wie
- eine Aufgabe selbstständig zu strukturieren
- erforderliche Arbeitsmethoden problemangemessen auszuführen
- Hypothesen zu bilden und zu prüfen
- Arbeitsergebnisse angemessen darzustellen
im
Lernprozess ab der Stufe 11 konsequent eingeübt werden, damit Schüler,
die besonders motiviert sind, ihre fachlichen und methodischen
Kompetenzen erweitern, um besondere Lernleistungen erbringen zu können.
Ganztagsbetreuung
Fördermaßnahmen
Einer der Vorteile der Ganztagsschule ist die bessere Möglichkeit zur
Förderung von Schülern, denn wir haben hier mehr Zeit und auch Lehrer
zur Verfügung. Durch die Förderung soll nicht erreicht werden, dass
Schüler, die für das Gymnasium ungeeignet sind, möglichst lange hier
verbleiben, sondern es geht darum, Starthilfen zu geben, Lernprozesse
zu unterstützen, zeitweilige Lücken zu schließen. Durch Fördermaßnahmen
wird das herkömmliche Unterrichtsprofil in folgenden Bereichen ergänzt
bzw. erweitert:
- Zur Förderung in den Stufen 5 bis 7.1 (in der 2. Fremdsprache die ganze Stufe 7) gehört die zusätzlich in den Stundenplan eingebaute AB-Stunde für D., E. und M. als Unterrichtsstunde, die der Anfertigung von Hausaufgaben unter Aufsicht des Lehrers dient.
- Zum Förderunterricht gehören auch die zusätzlichen Stunden in den Stufen 8-10. Wenn z.B. in den Klassen 9 und 10 anstelle von 3 Stunden 4 Stunden im Plan stehen, soll die 4. Stunde als Förderstunde (mit Wiederholung, Übung, Differenzierung, u.U. für Teile der Klasse) genutzt werden.
- Der Förderunterricht in den Stufen 5 und 6 (Mo./Do.) umfasst die Fächer D., E., M. Bei der Einteilung wird versucht jeweils höchstens 12 SuS aus zwei Klassen zusammenzufassen; was nicht immer gelingt. Hinzu kommt ein Deutsch-Zusatzkurs (Mi. 8./9. Stunde), der vor allem für ausländische Kinder mit Sprachdefiziten gedacht ist. Die Einteilung gilt immer bis zur nächsten Erprobungsstufenkonferenz, nicht bis zur ersten besseren Klassenarbeitsnote.
- In der Stufe 7.2 gibt es Workshops in D., E., M., die gezielt den Stoff von 7.1 wiederholen, Grundlagen aufarbeiten und Defizite am Ende der Stufe 7 vermeiden helfen. Sie dauern 2 Stunden (Mo. bzw. Do. 8./9.). Die zum WS eingeteilten Schüler sind bis zum Ende des Schuljahres zur Teilnahme verpflichtet.
- Auch das Silentium gehört zum Förderprogramm. Montags und donnerstags ist es mit SHS (Schüler helfen Schülern, d.h. Schüler der Stufen 9/10 helfen einzelnen Schülern der Stufen 5/6) verbunden; zusätzlich wird ein Silentium dienstags und mittwochs eingerichtet, das wir jetzt auch als Verpflichtung bei fehlenden Hausaufgaben in den Stufen 5-10 verwenden: Wer mehrmals ohne Hausaufgaben ist, wird schriftlich einen Monat lang zur Teilnahme an einem Di./Mi.-Silentium pro Woche verpflichtet.
Freizeitangebote
Die oben dargestellte Lernförderung wird ergänzt durch ein vielfältiges
Angebot im Freizeitbereich des Ganztags, das stärker der Entfaltung der
gesamten Persönlichkeit des Schülers sowie der Erholung dienen soll. Im Freizeitbereich unterscheiden wir zwischen ungelenkter und gelenkter Freizeit.
- In der ungelenkten Freizeit(zwischen 13.30 und 14.30 Uhr) können die Schüler ihr Mittagessen einnehmen und/oder ihren individuellen Neigungen nachgehen, zum Beispiel in der Bibliothek ein Buch lesen oder ausleihen, im Spielepavillon oder auf dem Schulgelände spielen oder sich im Klassenraum ruhig aufhalten.
- In der gelenkten Freizeit(zwischen 14.30 und 16.00 Uhr) betätigen sich die Schüler in Projektgruppen (z.B. Schülerwerkstatt, Schüler-Café, Betreuung des Spielepavillons, "Schüler helfen Schülern" (SHS-Nachhilfe), Internet-Gruppe (Homepage), in der AG "GENO - Service" , im "GENO-Shop" oder in Neigungsgruppen. Diese werden derzeit hauptsächlich in folgenden Schienen angeboten: Sport, Schauspiel, Musik, Tanz, Kunst, Wettbewerbe, Naturwissenschaften und Informationstechnologie. Neigungsgruppen wie z.B. die Theatergruppe oder der Oberstufenchor können zudem noch bei besonderen Veranstaltung zeigen, was im Laufe mehrerer Wochen/eines Halbjahres einstudiert worden ist. Solche Aufführungen finden in der Regel im PZ statt und erfreuen sich großer Beliebtheit bei unserer Schülergemeinde.
Über
die jeweils aktuellen "Angebote des Freizeitbereichs" werden die Eltern
und die Schülerinnen und Schüler jährlich in einer Informationsschrift zum Ganztag ausführlich informiert.
Unterrichtsprojekte
Laut Beschluss der entsprechenden Gremien findet derzeit in der Sekundarstufe I folgender fächerverbindender und fachübergreifender Unterricht statt:
- Stufe 5Wir lernen unsere neue Schule kennen (D., E., EK.).
- Stufe 6Kommunikationstechnologische Grundfertigkeiten (Arbeiten mit dem PC in D. und M.: Word/Excel).
- Stufe 8ZEUS (Zeitung und Schule): Die Schüler beziehen 7 Wochen lang täglich die NRZ oder WAZ, lesen und besprechen die Tageszeitung im Unterricht und verfassen eigene Artikel, die bei entsprechender Qualität im Essener Lokalteil veröffentlicht werden ( D., PK.).
- Stufe 9Traditionsraum Europa - Themenschwerpunkt seit 2001: EUREGIO Aachen-Lüttich (Lat., Frz., EK.) - einschl. Exkursion.
- Stufe 10Betriebspraktikum am Ende des 1. Halbjahres.
Die Projektarbeit eignet sich in besonderer Weise dazu, die Organisations- und Teamfähigkeit sowie die Selbständigkeit der Schüler zu entwickeln, zu erproben und die Schule im Umgang mit außerschulischen Kommunikationspartnern nach außen zu öffnen. Außerdem ist fächerübergreifender Unterricht Bestandteil von Kursen des Differenzierungsbereichs der Jahrgangsstufe 9 und 10. Zum Beispiel stehen zur Auswahl:
- 3. Fremdsprache Neu: Spanisch (Pilotprojekt)
- Physik-Mensch-Natur: Sinnesorgane (9) (& Informatik) oder Energienutzung und Umwelt (10) ( Informatik)
- Geschichte/Politik: Spurensuche in Geschichte, Politik und Alltagswelt (von der engeren Heimat bis hin zur Region im Rahmen Europas)
- Englisch/Kunst: "The World of Theatre in Words and Fabric" (Kreativität, Spracherwerb und Kommunikation in einer fremden Sprache)
Kapitel 5: Konzepte zur Beratung und Betreuung
Beratung in der Schule hat die Aufgabe, den Schülern und Eltern die von
der Schule angebotenen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten zu
verdeutlichen und im Einzelfall bei der Beseitigung von Schwierigkeiten
und der Lösung von Problemen zu helfen.
In der konkreten Beratungsarbeit am Gymnasium Essen Nord-Ost haben sich
drei unterschiedliche Beratungsbereiche herausgebildet:
- (Schul-)Laufbahnberatung, die vom Übergang zum Gymnasium (nach der 4. und nach der 10. Klasse von Realschulen) bis hin zu den jeweiligen Abschlüssen in der Sekundarstufe I und II Entscheidungshilfen anbietet und die in den jeweiligen Stufen insbesondere von den zuständigen Stufenkoordinatoren bzw. Beratungslehrern wahrgenommen wird.
- Betreuung und Hilfestellung im täglichen Schulleben,die vor allem in der Verantwortung des Klassenlehrers liegt, der in der Regel als erster Ansprechpartner für Schüler und Erziehungsberechtigte eine wichtige Rolle spielt.
- Einzelfall- und Konfliktberatung, die in besonders schwierigen oder untypischen Fällen von Lernstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten gezielte Hilfestellungen anbietet.
Eine eigene Broschüre mit dem Titel "Beratung und Konfliktlösung am Gymnasium Essen Nord-Ost" informiert über die konkreten Beratungsangebote und Zuständigkeiten.
Kapitel 6: Außerunterrichtliche Aktivitäten
Konzepte zur Gestaltung des Schullebens
Das Profil eines Gymnasiums erhält sein besonderes Gepräge durch eine
Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen, die bei uns häufig aus
dem Ganztag/dem Unterricht erwachsen und zumeist einen besonderen Erlebniswert haben. Insofern unterstützen sie die Persönlichkeitsbildung und tragen erheblich zur Identifikation mit der Schule bei, da sie das Schulleben vital machen.
Zu einer regelmäßigen Einrichtung ist die Durchführung von Projekttagen
geworden; aktuellstes Thema "Licht und Schatten". Auch in einzelnen
Fächern können Projekttage durchgeführt werden, wie z.B. zuletzt im
Erdkundekurs geschehen (Nordkorea).
- Theateraufführungen von SchülerInnen haben breite Beachtung gefunden. Wiederholt sind aus der Arbeit der Klassen oder der Leistungskurse Deutsch erfolgreiche Theaterproduktionen entstanden. Ebenso hat die Theater-NG unserer Schule in den letzten Jahren viel beachtete Produktionen erarbeitet; zuletzt das Stück "Die Zeit und das Zimmer" von Botho Strauß.
- Chorpiraten und Oberstufenchor sind zwei Chorgruppen unterschiedlicher Altersstufen, die nicht nur eine wichtige Aufgabe bei der musikalischen Begleitung von Schulveranstaltungen übernommen haben, sondern auch im Rahmen der musikalischen Abende ihr Publikum begeistern.
- Auch an UNICEF-Veranstaltungen in der Erlöserkirche nimmt unsere Schule alljährlich im Advent teil, sowohl mit Beteiligung der Chorsänger als auch weiterer Schüler, die Texte sprechen oder Dialogszenen gestalten.
- Theaterbesuche gehören seit vielen Jahren zum Schulalltag. Die 5. und 6. Klassen besuchen jeweils vor Weihnachten eine Aufführung des Kinder- und Jugendtheaters; die älteren Schüler nutzen das vielfältige Spielplanangebot der Region im Rahmen ihres Klassen- oder Kursunterrichts. Im Schuljahr 2000 haben z.B. die 8. Klassen das Theaterstück "Ab morgen heißt du Sarah" von Inge Deutschmann gesehen.
- Das Jahrbuch macht seit 1995 von sich reden, das - am Ende eines Schuljahres von einem Redaktionsteam aus Schülern und Lehrern herausgegeben - eine Dokumentation des Schullebens des jeweils vergangenen Schuljahres bietet.
- Das Interneteröffnet durch die Einbindung moderner Technologien in den Unterricht seinen Schülerinnen und Schülern neue Wege der technischen Kommunikation (40 Plätze insgesamt verfügbar).
- Wettbewerbe, die dem Wetteifern der Schüler um eine bestmögliche Leistung Raum geben, sind in den vergangenen Jahren wiederholt durchgeführt worden - erinnert sei an den Musikwettbewerb, dessen Präsentationstag zu einem wichtigen Element unseres Schullebens geworden ist; ferner an den jährlich ausgetragenen Lesewettbewerb der 6. Klassen sowie auch an die Teilnahme einzelner Schülerinnen und Schüler oder Klassen und Kurse an Leistungsvergleichen außerhalb unseres Gymnasiums (z.B. am Börsenspiel der Sparkasse Essen).
Feste Bestandteile des Schullebens sind ferner:
- Der Nord-Ost-Pokal, eigentlich ein Fußballturnier Ehemaliger, Eltern, Lehrer und Schüler, hat sich inzwischen zu einem Altschülertreffen besonderer Art entwickelt.
- Die Klassen- und Kurs- bzw. Studienfahrten(in den Klassen 6, 9 und 12) sowie ab dem Schuljahr 97/98 die klassenübergreifenden Kurzfahrten nach Frankreich (Klasse 10) und London (Stufe 11) gehören zu den Höhepunkten des Schullebens, weil sie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klassen und Stufen stärken sowie das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern günstig beeinflussen.
- Schulfeste versteht die Schulgemeinde natürlich auch zu feiern, so etwa anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums im Herbst 1993 und zuletzt im Juli 2003. Außerdem haben Schüler bzw. Schulmannschaften beachtliche Erfolge in verschiedenen Sportarten errungen, wie ihre Platzierungen beim Stadtwaldfest, den Stadt- und Bezirksmeisterschaften und den Bannerwettkämpfen in den verschiedenen Sportarten belegen.
Manche
dieser genannten Aktivitäten können nicht zuletzt deshalb optimal
verwirklicht werden, weil unser Gymnasium im Gegensatz zu den meisten
weiterführenden Schulen über ein sehr weitläufiges Schulgelände
verfügt. Es erforderte jedoch einige Geduld, bis alle baulichen
Maßnahmen verwirklicht waren. Zunächst wurde das Schulgelände mit einem
begrünten Wall gegen den Verkehr abgeschirmt. Zahlreiche Bäume wurden
gepflanzt, Tischtennisplatten und Basketballständer auf dem Schulhof
aufgestellt. Eine Arbeitsgruppe entwickelte weitere Pläne zur Begrünung
und Umgestaltung des Schulgeländes, die im Schuljahr 1997/98 Grundlage
für die Beantragung von Landesmitteln im Rahmen des Fördervorhabens
"Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule" (GÖS-Projekte)
waren.
Allerdings: Ohne die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit
von Schülern, Lehrern und Eltern, die sich auf so vielen Gebieten
bewährt hat (und vom Schulträger entsprechend unterstützt worden ist),
wäre die Schule nicht in einer so günstigen Lage. Über den Förderverein
unterstützen die Eltern mit einem regelmäßigen jährlichen
Spendenbeitrag die Anschaffung von Geräten und Ausstattungselementen,
die den Kindern zugute kommen. Für die großzügige Unterstützung, ohne
die unser Gymnasium seine vielfältigen Aufgaben in den letzten Jahren
kaum hätte erfüllen können, muss dem Förderverein ein besonderes Wort
der Anerkennung ausgesprochen werden.
Neben der
Bezuschussung von Klassenfahrten seien aus dem Kassenbericht dieses
Jahres als Verwendungszweck größerer Leistungen erwähnt:
Abiturientenpräsente, Förderung von Neigungsgruppen durch Sachausgaben
und die Anschaffung von Tischtennisplatten, Schülerexperimentierkästen
im Fach Physik sowie Weihnachtspräsenten für außerschulische
Mitarbeiter.
Öffnung nach Außen
Die Vernetzung
unseres Gymnasium mit außerschulischen Einrichtungen und
Einflussfaktoren der Gesellschaft lässt folgende Schwerpunkte erkennen:
- Die Erkundung des Nahraumes auf Exkursionen.
- Die Beteiligung unseres Gymnasiums am Projekt "Schulen ans Netz" (Cyberspace AG) mit einer eigenen Homepage: http://www.nord-ost-gymnasium.de.
- Öffentlichkeitsarbeit mit schulinternen Publikationen in periodischer Erscheinungsweise, wie "NORD-OST-INTERN" (Elterninformationen über das aktuelle Schulgeschehen nach der 1. Schulkonferenz), "NORD-OST-INTERN SPEZIAL" (Informationen jeweils über die Ganztagsbetreuung, über die Sekundarstufe II für Schulwechsler und über das Schulprogramm), "FREIZEITANGEBOTE IM GANZTAG" (zum Schuljahresanfang), "BERATUNG UND KONFLIKTLÖSUNG" (mit aktualisierter Liste der Ansprechpartner - vgl. Geschäftsverteilungsplan der Schule / U2) und das JAHRBUCH.
Auf
diese Weise hat sich unser Gymnasium wirkungsvolle Instrumente zur
Darstellung innerhalb und außerhalb der Schulgemeinde geschaffen.
Erwähnt sei auch eine zunehmende Präsenz in der örtlichen Presse,
die in den vergangenen Jahren immer häufiger über Veranstaltungen am
Nord-Ost Gymnasium berichtet oder kreative Schülerbeiträge - etwa im
Rahmen des Projekts "Zeitung und Schule" - veröffentlicht hat.
Mit dem in der 10. Klasse durchgeführten Schüler-Betriebspraktikum
wird eine weitere Dimension der Öffnung der Schule deutlich: die
Orientierung auf die Realität außerhalb und die Zeit nach der Schule.
Sie bedingt auch eine intensive Studium- und Berufsberatung, die zum Teil in Zusammenarbeit mit dem BIZ erfolgt.
Nicht unerwähnt bleiben sollte schließlich die Öffnung in die Stadtbezirke, wie an der Teilnahme von Vertretern unserer Schule an den periodischen "Stadtteilgesprächen" ersichtlich ist.
So zeichnen sich deutliche Strukturen ab, die eine konsequente Gestaltung der Außenkontakte und Öffentlichkeitsarbeit zum Ziel haben:
- Kommunikatives Zugehen auf die Grundschulen, Realschulen und sonstige Partner unseres Einzugsgebietes.
- Darstellung unserer schulischen Arbeit und Leistung sowie des Schulprofils zum einen in der Schulgemeinde und zum anderen in der Öffentlichkeit - auch mit dem Ziel, unsere Wettbewerbs-Chancen wahrzunehmen. Hier hat die Kulturarbeit in Gestalt von Theateraufführungen, Vorträgen (z.B.: Nordkorea-Projekt) und Ausstellungen ihren besonderen Auftrag und Stellenwert neben den Publikationen, welche die Schule veröffentlicht.
- Betreuung und Begleitung der Schüler in die außerschulische Lebenswirklichkeit.
Kapitel 7: Vorhaben
Neben der ständigen Überprüfung der im Schulprogramm dargestellten
Arbeit (Evaluation) wird sich unsere Schule in der nächsten Zeit
verstärkt mit folgenden Vorhaben befassen:
- Teilnahme am Modellvorhaben "Selbstständige Schule".
- Fortbildungsplanung - Abstimmung mit den pädagogischen Schwerpunkten unserer Erziehungsarbeit.
- Durchführung der Vorarbeiten zur Gründung einer Schülerfirma - ausgehend von den Projektgruppen GENO-Shop und GENO-Service-Team.
- Stärkere Förderung der Wettbewerbsteilnahme und Entwicklung einer Wettbewerbskultur an unserem Gymnasium.







