Liebe Schulgemeinde, liebe Freunde des GENO,
nun ist es also soweit; meine Dienstzeit als Schulleiter am Gymnasium Essen Nord-Ost endet mit dem 31.7.2026.
Angekommen am GENO bin ich im Sommer 1997 bis ich dann im Februar 2007 Schulleiter wurde. Damit bin ich nach Herrn Dr. Günter Schomaker und Herrn Horst Stief der 3. Schulleiter innerhalb des knapp 60-jährigen Bestehens unseres Gymnasiums.
Diese Konstanz spiegelt wider, wie verbunden ich mich mit der Schule fühle und dieses weiß ich auch von meinen beiden Vorgängern. Beide durfte ich noch kennenlernen; Herrn Stief sogar lange als meinen Dienstvorgesetzten. Sie haben mich inspiriert, die Tradition des wertschätzenden Umgangs in unserer kleinen Schulgemeinschaft und auch darüber hinaus fortzuführen.
Die rund 20 Jahre meiner Dienstzeit als Schulleiter waren mit unzähligen Vorkommnissen, Änderungen und Entwicklungen gespickt, so dass es nie langweilig wurde. Einige wenige mit unterschiedlichem Erfolg möchte ich anführen, um einen Eindruck zu vermitteln.
Eine der allerersten Herausforderungen als frischer Schulleiter war die Loveparade 2007 in Essen, als unser Gymnasium Standortschule verbunden mit vielen organisatorischen Maßnahmen wurde. Ein vielleicht schulisch unbedeutendes Event, welches aber der zeitlichen Orientierung dienen kann.
Es folgte der Wechsel von G9 zu G8 und wieder zurück von G8 auf G9. Das Zentralabitur wurde eingeführt; ebenso die ZP10, diese wurde jedoch wieder abgeschafft, um jetzt wieder eingeführt zu werden. Vergleichsarbeiten, Lernstandserhebungen, Zentralklausuren, Qualitätsanalyse… man könnte die Neuerungen fast endlos fortführen – mal sehen was noch so kommt; Pädagogik ist dynamisch.
Eine aufregende Zeit war die erfolgreiche Bewerbung zum Deutschen Schulpreis. Es erfüllte sich ein Traum für unser Gymnasium und auch für mich. Der Erfolg geht auf die sagenhafte Leistung unseres, auch damaligen Kollegiums und unserer, auch damaligen Schülerschaft zurück. Die konstante Leistungsbereitschaft zahlte sich aus. Und auch unserer Elternschaft und unseren Kooperationspartnern bin ich sehr dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, durch die der Erfolg ebenfalls gesichert wurde.
Corona war dann ein tiefgreifender Einschnitt, führte aber zur dringend erforderlichen Digitalisierung. Nur am Rande: Wir waren eine der wenigen Schulen, die zuvor moodle einführten und damit Distanzunterricht ermöglichten.
An vielen Stellen waren wir Vorreiter und auch Vorbild für andere Schulen. Wir waren eines der ersten sehr, sehr wenigen städtischen Ganztagsgymnasien in NRW, entwickelten ein funktionierendes Seiteneinstiegsmodell, führten das Achtsamkeitstraining ein, arbeiten sprachsensibel, bauten zusammen mit der Sportjugend-Essen die ‚area79’ als Jugendzentrum auf uvm..
Letztendlich haben wir uns durch unsere Arbeit und Erfolge einen Namen gemacht. Ich bin stolz auf unser Gymnasium Essen Nord-Ost.
Unvollendet überlasse ich trotz intensiver Bemühungen das Neubauprojekt meiner Nachfolge. Aber eines steht fest, der Neubau wird kommen und man darf sich darauf freuen! Nun also der Abschied. Dieser fällt mir wirklich schwer. Ich weiß jetzt schon, dass ich Sie und Euch alle vermissen werde – werde aber auch meinen Ruhestand genießen.
Ich gehe davon aus, dass die Nachfolge die Tradition des respektvollen aber auch leistungsorientierten Umgangs fortführt – es ist ein Erfolgsrezept.
In diesem Sinne
Glückauf – ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Ihr und Euer Udo Brennholt

